Diese Seite ist meinen Reisen durch Italien und den Zwergstaaten dort gewidmet

Hier bleibt ein wenig Platz um später eine Karte des Landes mit den Reiserouten einzufügen.

Über die Jahre kam ich immer mal wieder für ein paar Tage nach Italien. 1991 mit Freundin und Freunden im Wohnmobil bis nach Bozen, 1998 mit Freundin am Comer See, im September 2005 um mit dem Rennrad das Stilfser Joch zu bezwingen, 2009 auf dem Weg nach Frankreich ein paar Tage im Aostatal, 2010 mit netter Begleitung in Meran und 2015 in den nördlichen Dolomiten Davon jeweils ein paar Fotos hier herein zu setzen macht in meinen Augen wenig Sinn. Beginnen wir also im September 2020:

Venedig, vom 30. September bis 4. Oktober 2020
Es ist der erste Pandemie Herbst und überall gibt es Einschränkungen. Für mich der richtige Zeitpunkt einige Orte zu besuchen die sonst von Touristen überlaufen sind. Flixbus bietet gerade sehr günstige Tickets an und ich mache für 99 € eine Rundreise. Leipzig, München, Venedig, Rom, Luzern, Leipzig. In München schon Herbstwetter, mit grauem Himmel und Regen. Das wird dann in Venedig viel besser. Mittwoch Morgen noch eine üble Polizeikontrolle mit Drogenspürhunden in Mestre, doch die ist mit der Überquerung des Dammes und der Ankunft in Venedig Tronchetto bereits vergessen. Zu Fuß ein erstes Kennenlernen der Lagunenstadt. In den Gassen und Kanälen herrscht noch morgendliche Ruhe, das macht einen tollen Eindruck. Mein Bett steht nur 10 Gehminuten vom Markusplatz entfernt hinter dem Campo Santo Stefano in einer ruhigen Sackgasse. Besser geht kaum. 

                 Blick von der Ponte dell’ Accademia

     Santa Maria della Salute

       San Giorgio Maggiore

Die ersten Runden durch das Labyrinth der Gassen und Brücken machen einfach nur Spaß. Hinter jeder Ecke lauern Eindrücke und neue Fotomotive. Der Betrieb hält sich stark in Grenzen und sobald man die Hauptrouten verlässt ist man schnell fast allein unterwegs. Das ist wohl ein riesiger Unterschied zu früheren Zeiten, wenn teils mehrere Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig hier vor Anker lagen. Sogar bei den Sehenswürdigkeiten wie dem Markusplatz oder der Rialtobrücke kann man sich sehr frei bewegen.

   Markusturm und Bibliothek

             Markusdom

           Seufzerbrücke

     Markusplatz bei Nacht

Der Donnerstag beginnt mit trübem Wetter, was mich nicht von der nächsten Tour abhalten kann. Mit einem Tagesticket, das immerhin 20 € kostet, nutze ich intensiv das dichte Netz der Vaporetti, dem Wasserbus. Zuerst den Canale Grande rauf und runter, was an sich schon einer Stadtbesichtigung gleich kommt. Dann zur Insel Lido. Die hat nach Osten hin einige Strände, ist aber ansonsten in kurzer Zeit erkundet. Mit einer anderen Linie zum Fondamente Nove und dort umsteigen. Die nächste Station ist der Friedhof San Michele, der eine eigene Insel umfasst. Bei dem knappen Boden kommen viele Gräber übereinander in Wände, was ganz neue Eindrücke vermittelt. Gleich gegenüber die Insel Murano, Ursprungsort des berühmten Glases. Von der früheren Bedeutung ist wohl nur noch wenig geblieben und vielerorts scheinen Häuser und Gewerbe langsam zu verfallen. 

Rialtobrücke

           Canale Grande

         Hotels und Paläste

       Friedhof San Michele

Weiter geht es mit dem Vaporetti durch das Inselgewirr in der Lagune nach Burano. Grad mal ein paar hundert Meter lang und breit ist diese Insel einen Besuch wert. Charakteristisch sind die kleinen und sehr bunten Häuser. Kein Schnickschnack, kein Firlefanz, einfach nur ein kleines buntes Dorf in dem es Spaß macht umher zu spazieren. Ein würdiger Abschluss für diesen Tag.

Brücke Tre Ponti

                 unterwegs in den Gassen von Burano

       schön bis ins Detail

Freitag ist es in Venedig noch größtenteils trocken, aber heftiges Wetter über der Adria drückt das Meer in die Lagune. Der Markusplatz steht zu 90% unter Wasser, wenn auch nur durchschnittlich 20 cm. So werden, wie in vielen Ecken der Stadt, die schon bereit liegenden Holzstege aufgebaut. Dazu blüht der Verkauf von kniehohen Plastiküberziehern, doch den Müll verkneife ich mir. In immer neuen Schleifen erkunde ich Venedig, wobei vor allem die Stadtteile Dorsoduro und Cannaregio mit sehr vielen und schönen Details punkten können. Ein Verlaufen in dem Gewirr der Gassen ist vorprogrammiert, doch die Stadt ist so klein das man früher oder später so wie so am Canale Grande oder dem Meer heraus kommt. Mir macht das auf jeden Fall viel Spaß. 

Cannaregio

     immer wieder Gondeln

       abseits vom Trubel

     der Glanz alter Paläste

Samstag bleibt es leider vorerst bei dem grauen Himmel. Ich versuche schon seit Tagen auf die Dachterrasse des Kaufhauses Fondaco dei Tedeschi zu kommen, aber entweder sind die online vergebenen Möglichkeiten ausgebucht oder die Terrasse wegen schlechten Wetters gesperrt. Schade, aber es kann nicht alles klappen. Heute der letzte Bummel durch Venedig, ohne Ziel und ohne Druck. Am Abend laufe ich hinüber nach Tronchetto und steige kurz vor Mitternacht in den Nachtbus nach Rom.

Romantik in Venedig

   Venedig und sein Karneval

         Fotomotive ohne Ende in jeder Ecke der Stadt

Rom, vom 4. bis 9. Oktober 2020
Sonntag Morgen kommt der Bus in Rom an. In der Stadt ist um diese Zeit noch ruhig und ich laufe durch fast leere Straßen bis zum vorreservierten Hostel etwas nördlich vom zentralen Hauptbahnhof. Das ist gut gelegen und zu vielen Sehenswürdigkeiten kann man von hier aus laufen. Das Gepäck abstellen und gleich los zur ersten Stadtbesichtigung. Die übrigens mit Mundschutz, seit heut gilt wegen Corona in Italien die Maskenpflicht immer und überall. Moses- und Tritonenbrunnen liegen auf meinem Weg zum Trevibrunnen. Tolles Wetter, wenig Leute. Weiter zur Spanischen Treppe, die mich aber wenig beeindruckt. Dann die Villa Medici, der angrenzende Park, Terrazza del Pincio und Piazza del Popolo. Zurück dann über den schönen Piazza Venezia zum

Spanische Treppe

           Trevi Brunnen

   Blick von der Villa Medici

         Piaza del Popolo

Vittoriano, im Volksmund auch “Schreibmaschine” genannt. Der monumentale Marmorbau, vollendet 1927 als Erinnerung an den ersten König und die Gefallenen im 1. Weltkrieg, sieht wirklich ein wenig so aus. Bei einem fast einsamen Rundgang, wegen der Pandemie wird beschränkt, hat man vom Dach einen guten Blick auf Teile der Innenstadt. Puh, das war eine ordentliche Runde. Abends ein Spaziergang im Zentrum, unter anderem am Kolosseum. Dort wird derzeit eine Metrolinie gebaut und es ist schwierig einen Blick auf das antike Amphitheater zu werfen ohne Baumaschinen oder riesige Trennwände störend mit im Bild zu haben. 

Vittoriano

   über dem Piazza Venezia

 Kirche Santa Maria di Loreta

           die Engelsburg

Montag steht der Vatikan auf dem Programm. Mit einer Deutschen, kennen gelernt im Hostel, auf zum kleinsten Staat der Welt, nur 0,44 km² groß mit rund 1.000 Einwohnern. Wir fangen die Besichtigung in den Vatikanischen Museen an, wofür man derzeit nur Online ein Ticket erwerben kann. Das hat ein Zeitfenster. Durch diese Einschränkung, man lässt nur 10% der sonst üblichen Besucher herein, kann man die beeindruckenden Ausstellungen von Exponaten jeglicher Epochen intensiver in sich aufnehmen. Da sind so viele Gemälde, Stuck, Statuen, Details und Informationen das einem fast der Schädel weg fliegt ;-). Um hier alles zu 

Zwergstaat Vatikan

                   unterwegs in den Ausstellungsräumen der Vatikanischen Museen

sehen braucht es locker einen ganzen Tag. Wir schaffen immerhin einen guten Teil davon in drei Stunden. Krönender Abschluss ist die Sixtinische Kapelle, in der unter anderem die Konklave abgehalten wird, mit einigen der berühmtesten Gemälden der Welt. Ein architektonische Highlight wartet noch am Ausgang: die Spiraltreppe(n), auch Doppelhelix genannt, auf der sich die Leute nicht begegnen. Das beste Foto der Treppe habe ich auf meinem Smartphone, doch das...Dazu später. Nach den Museen zum Petersdom. Am Petersplatz muss man erst durch eine Sicherheitskontrolle, mindestens so scharf wie am Flughafen, mit Leibes Visitation und Gepäckscanner. Selbst mein Minitaschenmesser, Klingenlänge 4 cm, muss draußen bleiben, doch das ist egal. Den

                 die Sixtinische Kapelle, klein aber fein

     die Doppelhelix Treppe

Schweizer Garde

Petersdom mit nur so wenigen Besuchern zu erleben ist der Hammer. Im gigantischen Kirchenschiff, knapp 190 m lang, ist es so still das man sich gar nicht traut etwas laut zu sagen. Egal, der Bau ist so beeindruckend das mir eh die Worte fehlen. Ebenso überwältigend: der fast leere Petersplatz, 340 m lang und 240 m breit, mit seinen imposanten Kolonnaden. Ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen, denn der blaue Himmel setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Das war für mich ein einprägsamer Tag.

               der Petersplatz und seine Kolonnaden

       Fassade Petersdom

             Petersdom

Dienstag ein Ausflug in das antike Rom. Wir beginnen mit dem Kolosseum. Dort sind mehr Leute zugelassen und es ist teilweise fast schon ein Gedränge. Von drinnen macht das Amphitheater überraschend wenig Eindruck auf mich. Hinterher gehe ich allein auf den Gründungshügel von Rom, den Palatine. Auf dem recht weitläufigen Gelände stehen alte Ruinen, Säulen und sogar noch gute erhaltene Gebäude. Es macht Spaß darin herum zu wandeln und zu fotografieren. Dabei gelingt es einem Taschendieb mir das Smartphone aus der Hosentasche zu stehlen, was mir den Tag natürlich komplett vermiest. Zum Glück ist das Handy nicht der Mittelpunkt meines Lebens, keine wichtigen Sachen oder Passwortfreien Zugänge darauf und außer den Fotos verliere ich praktisch nichts. Trotzdem sehr ärgerlich. Nennen wir es Schicksal das ich vor der Reise die Dateien vom Telefon abgespeichert hatte. In den nächsten Tagen ist das Wetter ziemlich wechselhaft. Das hält mich nicht ab die ewige Stadt weiter zu erkunden. Egal ob am Tiber, im Stadtteil Trastevere, das Pantheon oder die Engelsburg, um nur einige Beispiele zu nennen. Am Freitag der Bus nach Luzern, womit meine Zeit in Italien dieses Jahr endet. Nachtrag: manchmal hat selbst das Schlechte was Gutes. Das neue Handy nach dem Diebstahl hat eine viel bessere Kamera und ich bin mit den Fotos zufriedener. Ergebnisse dann ab 2021.

                 auf dem Palatine, dem wahrscheinlichen Gründungshügel von Rom

       Kolosseum bei Nacht

Reiseroute Südtirol 2021

westliche Auffahrt Stilfser Joch

Kuntner Kunst

Rest der 14. Woche vom 30. August bis 5. September 2021
Seit nun etwas mehr als drei Monaten bin ich mit dem Camperbus in den Alpen unterwegs und überquere am 1. September, ein Mittwoch, hinter dem Berninapass die Grenze zu Italien. Der Tunnel bei Livigno, dort konnte ich zollfrei tanken, ist leider geschlossen, also der Umweg über Bormio und Stilfser Joch. Die steile Straße ist teils so schmal das sich der Verkehr aneinander vorbei quetschen muss. Ich komme aber gut durch und campe am Abend in Glurns. Donnerstag mit dem Rennrad von Prad her rauf aufs Stilfser Joch. Eckdaten der Königin der Passstraßen: 25 km lang, 1.850 m Höhenunterschied, 48 Spitzkehren, ein Traum für ambitionierte Radfahrer. Bei dem schönen Wetter heute benötige ich dafür glatt zwei Stunden, eine starke Leistung. Es macht trotz der Anstrengung Spaß und man trifft auf dem Weg nach oben einige “Kollegen”.

   Glurns und Umgebung

   Stilfser Joch, Auffahrt Ost

Nach der rasanten Abfahrt ein kurzer Halt am Ortseingang von Prad, wo der “Indianer” Lorenz Kuntner seine sehr spezielle Kunst gleich neben der Straße ausstellt. Totempfähle, bemalte Steine und Gebilde aus tierischen Überresten lassen die Leute staunen. Staunend kaufe ich übrigens nach den zwei Monaten in der Schweiz im italienischen Supermarkt ein. Die Preise sind nun deutlich niedriger. Freitag nach dem schönen Campingplatz in Glurns ein Halt in Schluderns, wo die Churburg über dem Ort thront. Die macht Eindruck, doch eine Tour hindurch startet erst in zwei Stunden. Schade. Weiter nach Latsch/Laces. Die Orte in Südtirol haben zwei Namen, was teils verwirrt. Schuld 

     oh diese Serpentinen...

   Schluderns, die Churburg

ist Mussolini, der ab 1922 die Provinz “italienisierte” und alles, auch Berge und Bäche, neu benannt wurde. Samstag ein Ausflug mit Rad und Wanderschuhen. Bei Goldrain biege ich südlich ab und fahre ins schöne Martell Tal. Die Straße endet weit oben am Alpengasthof Schönblick, wo auch sehr pittoresk die Ruine vom Hotel Paradiso steht. Von hier aus zu Fuß durch die aufregende Plima Schlucht. Am Weg wurden waghalsige Konstruktionen wie Kelle, Sichel und Kanzel gebaut, um einen besseren Blick in die Tiefe zu bieten. Später eine coole Hängebrücke sowie eine alte Staumauer aus dem 19. Jh. Den genialen Tagesausflug krönt eine Pause am Zufrittsee, dessen leuchtender Farbton trotz dem jetzt fehlenden Sonnenschein fast schon unvergleichlich ist. 

Blick in die Plima Schlucht

       coole Hängebrücke

       sehr alte Staumauer

           Zufritt-Stausee

Sonntag bei tollem Wetter nach Meran. Ich war schon 2010 und 2015 zu einem Besuch hier, also reicht ein halber Tag. Der Stadtbummel: Therme, Thermen Park, Altstadt, Pfarrkirche, Tirolersteig. Die Stadt wie auch die Gegend sind sehr schön, Dorf Tirol, eine Wanderung zu den Seen auf 2.400 m Höhe oder das Schloss Trautmansdorff sind sehr empfehlenswert. Letzteres ist ein Lieblingsort von Kaiserin Sissi gewesen und die Gärten sind eine wahre Pracht. Wer nach einer sportlichen Herausforderung sucht: 2015 habe ich von St. Leonhard aus, nördlich von Meran, den Jaufenpass und das Timmelsjoch mit dem Rad bezwungen Am frühen Sonntag Nachmittag lasse ich den Trubel in Meran hinter mir und fahre weiter in die Nähe von Bozen, nach Frangart. Dort steht auf einem Felsen die imposante Burg Sigmundskron. Weil in Bozen anscheinend des Öfteren Camper/Wohnmobile der Touristen aufgebrochen werden verbringe ich die Nacht lieber weiter außerhalb. Das Dorf St. Pauls ist dafür sehr gut geeignet.

Meran

   Schloss Trautmannsdorff und seine Gärten, Oktober 2010

         Promenade Meran

15. Woche vom 6. bis 12. September 2021
Montag lasse ich den Camper gleich in St. Pauls und fahre mit dem Rad nach Bozen. Das geht überraschend gut, denn in der Gegend gibt es ein dichtes Netz von Radwegen. Die wurden häufig weg von der Straße verlegt und kreuzen diese selten. Da gibt es sogar extra Tunnel, das nennt sich wirklich radfreundlich. So geht es auch in Bozen weiter, was mich ehrlich überrascht An der Eisack und an der Talfer entlang radle ich zur Burg Runkelstein. Die erscheint wie aus einem Märchenbuch entsprungen. Zurück durch die Flusstäler ins Zentrum von Bozen. Schloss Maretsch sieht gut aus und auch die Altstadt kann sich definitiv sehen lassen. Außerdem erwähnenswert: Salewa World, ein gigantischer Shop des Outdoorausrüsters mit riesigem Kletterturm. 

Bozen, Burg Sigmundskron

         Burg Runkelstein

         Flusstal der Talfer

         Schloss Maretsch

Zurück in St. Pauls eine kurze Pause und danach gleich wieder auf das Rad. Hinter St. Michael führen steile Serpentinen hinauf auf den Mendelpass. Die Straße ist unten sehr gut ausgebaut, weiter bergauf scheint sie wie an den steilen Fels geklebt. Oben angekommen habe ich noch nicht genug und erstürme auch den Penegal. Dabei haben einige Rampen eine Steigung von 18%! Am Abend besuche ich in Oberplanitzing einen früheren Kollegen der nun wieder in seiner Heimat wohnt. Nach einer Nacht in Kaltern bin ich schon sehr früh am Kalterer See, der um diese Zeit noch still und friedlich ist. Ein spätes Frühstück neben einer Apfelplantage, die es hier zu hunderten gibt. Immer wieder erstaunlich: die dünnen Baumstämme und verhältnismäßig wenigen Blätter im Vergleich zur Anzahl der Früchte. Die große Frage: wie viele Pestizide und Herbizide brauchen solche Monokulturen?   

Radwegtunnel bei Bozen

 typische Landschaft Südtirol

         Äpfel über Äpfel

stiller Morgen am Kalterer See

Bei der Weiterfahrt in südlicher Richtung biege ich in Mezzocorona ab und tauche wieder tiefer in die Bergwelt ein. Die Strecke ist nett, bietet einige Ausblicke und unter anderem die Ruine vom Castel Belfort. Auf dem Campingplatz in Andalo bleib ich dann Mittwoch ausruhen, Wäsche waschen und einkaufen. Erwähnenswert, und das im sehr negativen Sinn: im Supermarkt ist Obst und Gemüse ausschließlich in Plastik verpackt :-(((. Bei einerkleinen Runde mit dem Rad schaue ich mich in der Gegend um und komme so bis Molveno. das liegt spektakulär am gleichnamigen See mit den steil aufragenden Bergen dahinter. In die geht es am Donnerstag hinein. Vom Parkplatz Val Biole bei Andalo hinauf auf den Croz dell’ Altissimo, 2.339 m hoch. Der blaue Himmel ist trügerisch. Als ich 11.30 Uhr den Gipfel erreiche, haben Wolken die sehenswerten Gipfel der Brenta Gruppe schon eingehüllt. Echt schade. Am Passo Clamer ist es dann immerhin etwas besser. Nach der Rückkehr ins Tal fahre ich weiter bis nach Pinzolo.

Plantagen über Plantagen

   alles in Plaste verpackt :-(

               Molveno

     Blick vom Passo Clamer

Freitag eine wirklich spektakuläre Tour. Sehr früh mit dem Rad von Pinzolo aus bis kurz vor Madonna di Campiglio fahren und es bei Pra della Casa abstellen. Zu Fuß an der Cascate di Mezzo vorbei immer höher hinein in die felsige Landschaft. Auf 2.300 m Höhe eine kurze Pause am Refugio Francis Fox Tuckett. Danach wird es immer schwerer. Viel loser Schotter beim Anstieg auf und neben einer Gletscherzunge. Bei 2.650 m eine kleine Scharte. 11.30 Uhr und die Wolken sind auch heute schon wieder da. Hier lege ich den Klettergurt an und begebe mich auf den Ferrata Alfredo Benini. Der recht schwierige Klettersteig führt über kleine Gipfel und ausgesetzte Pfade an Felsbändern entlang. Aufregend wäre ein zu mildes Wort dafür. Die Aussicht wechselt sehr schnell von 0 auf 100 und wieder zurück, weil der Wind die Wolken vor sich her treibt. Trotzdem eine geniale Kletterei, die hinter dem Cima Groste ihr Ende findet. Der Weg zurück über das Rifugio Graffer, mit tollem Blick auf die eben durchkletterten Berge. Weiter unten begleitet der Pfad den kleinen Fluss Sarca di Vallesinella mit seinen vielen und sehenswerten Wasserfällen.

früher Aufbruch in die Berge

  Start Ferrata Alfredo Benini

 nur nicht runter schauen ;-)

       was für eine Kletterei

Der Samstag verläuft etwas ruhiger, ein Programm gibt es trotzdem. Erneut starte ich mit dem Rad von Pinzolo aus. Neben dem Städtchen liegt eine kleine Kirche, die Chiesa di Santo Stefano. Die Straße dahin besteht allerdings aus üblem Kopfsteinpflaster Darauf hätte ich gern verzichtet. Ein Stück weiter führt eine schmale und asphaltierte Straße ins Val Genova. Die ist für Autos mautpflichtig und damit nur wenig befahren. Immer am Fluss entlang windet sich die Strecke auf teils steilen Serpentinen das Tal hinauf. Immer wieder kommen Wasserfälle oder kleine Schluchten ins Bild bis die Straße am sehenswerten Talende aufhört.

Wasserfallweg Vallesinella

     Talschluss Val Genova

       schönes Val Genova

   Lago und Castel Toblino

Nach einer Campingnacht in Dare treibt mich am Sonntag mein Bauchgefühl nach Trient. Am Weg liegt der schöne Tobler See mit seiner Burg. Bei strahlend blauem Himmel über eine kleine Bergkette hinein in die Stadt, wo der Teufel los ist. Hier findet die Rad-EM statt und heute steht das Rennen der Männer an. Davon wusste ich nichts, bin aber um so glücklicher da zuschauen zu können. Mit etwas Mühe findet sich ein Parkplatz. Weil noch Zeit ist ein Stadtrundgang. Schöne Gebäude, eine sehenswerte Burg und eine wenig interessante “Stadt unter der Stadt” aus Römerzeiten. Am Nachmittag findet sich ein guter Platz um das Rennen zu beobachten. Die Profis müssen zum Abschluss acht Runden durch die Stadt drehen, was auch mir Gelegenheit gibt sie häufiger zu sehen. Ich komme gar nicht darüber hinweg welch glücklicher Zufall das hier und heute für mich ist. Rechtzeitig der Gang ins Zentrum zum Zieleinlauf. Das Rennen gewinnt dann sogar ein Italiener und trotz Corona steigt gleich eine Party.

Castello del Buonconsiglio

     Trient, schöne Häuser

         Piazza del Duomo

       nah dran am Rennen

16. Woche vom 13. bis 19. September 2021
Der Montag beginnt mit einem Stadtbummel durch Trient, wo die Aufräumungsarbeiten nach der Rad-EM im vollen Gange sind. Gegen Mittag verlasse ich die Stadt und wende mich nach Nordosten ins Val di Fiemme. Die Straße windet sich im schönen Tal langsam nach oben. In Molina di Fiemme parken und das Rad raus holen. Zum Aufwärmen der San Lugano Pass, dann zurück und rauf auf den Passo Manghen. Der ist lang und schwer, allerdings in meinen Augen die gemachte Werbung nicht wert. Spät die Ankunft im Städtchen Cavalese. Dort verbringe ich auch den nächsten Vormittag. Der Stadtbummel macht einfach Freude, weil hier alles so ursprünglich und ehrlich erscheint. Bis Predazzo sind es dann nur 10 km. Erneut wird das Rennrad eingesetzt. Passo Rollo und Passo Valles machen bei dem schönen Wetter Spaß und bieten einige Aussicht. Der Campingplatz Valle Verde etwas außerhalb von Predazzo wird zur nächsten Basis. Mittwoch ziehen Wolken und Regen durch. Der hört am Nachmittag auf und ich steige noch auf den Mulat, 2.161 m hoch. Theoretisch genießt man vom wenig beachteten Gipfel ein traumhaftes 360° Panorama, doch die Wolken hängen noch an den Bergen. Tags darauf passiert bei Nieselregen gar nichts, so eine Ruhepause ist auch mal schön. Am Freitag die Fahrt nach Soraga di Fassa und von da aus die nächste Radtour. In Vigo di Fassa abbiegen und über den Karerpass zum Nigerpass, die Bergkette des Rosengartens dabei immer im Blick. Auf dem Rückweg ein Abstecher zum Karersee, ein beliebtes Fotomotiv der Gegend an dem jeder Reisebus hält. Leider ist wenig Wasser im See, das Panorama kann sich trotzdem sehen lassen. Noch eine kleine Wanderung zur Poppekanzel hoch über dem Karerpass, das war es für heute 

das Val di Fiemme

           bei Cavalese

             Passo Rollo

   Karersee und Rosengarten

Samstag stehe ich früh auf, parke den Camper in Pozza di Fassa und wandere rauf zur Rotwandhütte. An den rauen Felsgipfeln hängen noch letzte Nebelreste, was fast mystisch wirkt. Angekommen an der Hütte zeigt die Uhr gerade zehn, sehr gut. Ein Felskap 200 m weiter oben markiert den Beginn des Masare Klettersteig. Seine Kategorie “C” ist gut verdient, einige Abschnitte sind echt schwer. Dafür ist es einer der abwechslungsreichsten und schönsten Klettersteige in der Gegend mit phantastischer Aussicht. Nach einer Stunde erreiche ich den Torre Finestra und biege gleich auf den Rotwand Klettersteig ab. Der ist teilweise wenigstens genau so schwierig, was mir aber eine Heiden Spaß macht. Vom Gipfel der Rotwand, die nach Südwesten 400 m senkrecht abfällt, bietet sich ein beeindruckendes Panorama. Nach dem Gipfelabstieg bleibt noch genug Zeit, also ein Umweg über den Le Zigolade Pass mit mehr lohnenden Eindrücken, bevor ich langsam ins Fassatal zurück kehre. Was für ein toller Tag. Der Sonntag ist stark bewölkt und es ziehen einige Regenschauer durch. Perfektes Wetter für (m)eine körperliche Pause.

Aufstieg zur Rotwandhütte

 Blick vom Masare Klettersteig

     Kletterei am Rotwand

   Blick vom Le Zigolade Pass

17. Woche vom 20. bis 26. September 2021
Die Woche beginnt mit einem Ausflug ins Val San Nicolo. Den Camper lasse ich in Pozza di Fassa und fahre vorerst mit dem Rad Die Topographie hatte ich mir nur flüchtig angeschaut und werde dann damit überrascht das die Straße auf 5 km ganze 390 m ansteigt. Ab dem asphaltierten Ende geht es zu Fuß weiter. Das Tal ist richtig hübsch und die kleinen Holzhäuser hier passen sehr gut dazu. Daneben stehen teils schöne Schnitzereien. Der einst breite Weg verengt sich immer mehr und wird bergauf zum Passo di San Nicolo ein Pfad. Der immer bessere Blick zurück ins Tal ist einfach nur schön. Am kleinen Pass auf 2.300 m Höhe öffnet sich mit einem Mal der Blick nach Norden. Wow. Allerdings ziehen dunkle Wolken auf und Regen kündigt sich an. Schnell noch zu einem kleinen Gipfel, auf dem Ruinen von Befestigungen aus Kriegszeiten stehen. Runter dann im Sauseschritt, den aufziehenden Regen im Genick. Doch ich bin schnell genug um es praktisch trocken wieder bis nach Pozza di Fassa zu schaffen.

Beginn vom Val San Nicolo

   letzte Häuschen am Weg

       Blick zurück ins Tal

     am Passo di San Nicolo

Dienstag scheint die Sonne wieder vom strahlend blauen Himmel, das schreit förmlich nach einer Bergtour. Zu Fuß der Start in Pozza di Fassa, heute gen Westen. Der dichte Wald lässt vorerst nur wenig Sicht auf die Berge zu. Das ändert sich am Rifugio Gardeccia. Von nun an sind ständig spektakuläre Felsformationen zu sehen. Bald kommt die Preuß Hütte in Sicht die auf einer felsigen Klippe thront. Steil geht es auch danach bergan bis zur Grasleitenpasshütte. Die hat was von den Hütten im Himalaya, so an den Fels “geklebt”. Auf 2.600 m Höhe weht ein kalter Wind und von letzter Nacht sind noch Schneereste vorhanden. Keine tollen Bedingungen zum Klettern, aber das hält mich nicht ab. Die Steine sind manchmal rutschig und die weitere Strecke nur zu erahnen, aber der Aufstieg auf den 3004 m hohen Kesselkogel lohnt sich. Der Wind beruhigt sich und der Ausblick vom Gipfel ist einfach gigantisch. Auf der Ostseite absteigen und durch ein sehr steiniges Tal zum Lago di Antermoia. Danach geht es auf und ab zum Lago Secco, der immer noch auf 2.400 m liegt. Der Abstieg von da soll laut Touristenbüro ein Klettersteig sein. Ist es auch, nur ohne Sicherung. Da geht es fast senkrecht runter, wie bei einem trockenen Wasserfall. Das war hart.    

morgendlicher Aufstieg

Fedaiasee

     unter der Preuß Hütte

         der Blick zurück

Es wird Herbst. Die Temperatur im Camper liegt morgens nur noch bei 8°C, da muss die Standheizung zeigen was sie kann. Dem entsprechend starte ich nun meist etwas später.Mittwoch läuft erst mal eine Waschmaschine auf dem Campingplatz Soal für meine Wäsche. Später war eine Radtour geplant, doch der Wind weht kräftig kalt und hohe Wolken verschleiern die Sonne Dazu die körperliche Ermüdung, so lasse ich alle fünf grade sein Tags darauf die geplante Tour. Erste Sonnenstrahlen erreichen erst 10.15 Uhr den Talboden, da sind warme Sachen nötig. An  Canazei vorbei hinauf auf den Passo Fedaia. Tolle Strecke, am Pass ein sehr schöner See. Auf der anderen Seite die rasante

auf dem Gipfel des Kesselkogel

           das Fassatal

Abfahrt mit bis zu 80 km/h. In Sottoguda gibt es eine tolle Schlucht, doch die ist wegen Unwetterschäden seit 2018 gesperrt. Weiter über Caprile und Masare nach Cencenighe, wo der Aufstieg zum Passo San Pellegrino, hat nichts mit der Marke zu tun, beginnt. Die Straße wird weiter oben richtig steil, bis zu 18%, und verlangt das letzte von mir. Immerhin geht es dann bergab bis Moena, mit tollem Blick das Fassatal rauf. Freitag herrscht erneut tolles Wetter, also auf in die Berge. Am besten heute nur ein leichtes Programm. Den Camper parke ich in Canazei und komme per Anhalter schnell rauf zum Passo Sella, den Sassolungo, oder Langkofel, imposant im Blick. Mein Ziel: den Piz Selva mittels Pößnecker Klettersteig erklimmen. Schnell wird klar: der ist sehr schwer. An einer senkrechten Wand sind außer dem Stahlseil nur wenige Hilfen vorhanden und mein “leichtes Programm” wird zur “harten Probe”. Immerhin geht alles gut und stolz stehe ich später auf dem 2.940 m hohen Gipfel. Toller Ausblick, der Sellastock kahl und nackt. Über das Plateau komme ich auf einem anderen Weg wieder zur Straße und per Anhalter ins Tal.   

Sassolungo oder Langkofel

   der Sellastock von oben

   Blick zurück beim Abstieg

der Pößnecker Klettersteig verlangt Mut und Können

Trotz dem Programm der letzten Wochen habe ich noch nicht genug. Vor allem das tolle Wetter motiviert unheimlich. Samstag  mit dem Rennrad die große Sellarunde. Start in Campestrin und bis Canazei einrollen. Dann die Serpentinen hinauf zum Passo Pordoi. Der Verkehr hält sich in Grenzen und die Strecke ist super schön. Hinter dem Pass die lange Abfahrt nach Arabba und dort zum Passo Campolongo, dem kleinsten der heutigen vier. Schon vor Corvara kommen herrliche Panoramen in Sicht. Erneut links abbiegen und dann das Grödnerjoch bezwingen. Langsam wird der Körper müde, doch die Szenerie bleibt wundervoll. Die Runde vollständig macht als vierter Pass das Sellajoch. Danach die lange Abfahrt und es ist vollbracht, 78 km und 2.235 Hhm.

auf der Sellarunde

       Ortseingang Corvara

         das Grödnerjoch

   letzte Abfahrt Sellajoch

Noch am Samstag Abend fahre ich hoch auf den Passo Pordoi, um diese Zeit herrscht wenig Verkehr. In der Nähe der Passhöhe gibt es einen größeren Parkplatz der gern von Wohnmobilen genutzt wird. Heute stehen circa 15 dort. Da ist sogar noch Platz in der ersten Reihe mit Blick über das Tal. Super. Sonntag soll es bis Nachmittag recht schön bleiben und ich gehe in die nahen Berge. Vom deutschen Kriegsfriedhof, der sogenannten Totenburg, führt ein Pfad zum Sellastock, wo der Piazetta Klettersteig der kürzeste Weg zum Piz Boe ist. Diesmal hatte ich mich besser erkundigt und ahne was mich erwartet. Der Steig, Kategorie “D”, gehört zu den schwersten hier. Die ersten 30 m führen eine fast glatte Felswand hinauf, das Herz klopft dabei nicht nur vor Anstrengung. Im weiteren Verlauf ist viel Mut, Geschicklichkeit und Kraft erforderlich, es geht über eine fadenscheinige Hängebrücke und immer wieder nah am Abgrund entlang. Trotz allem kann ich den Steig mehr und mehr genießen, der Weg wird zum Ziel.Das aufziehende Wolken die Sicht vom 3.152 m hohen Gipfel vermiesen interessiert kaum, nur die Kletterei war wichtig 

Piazetta Klettersteig, der Start

lieber nicht runter schauen

     Totenburg, Passo Pordoi

 immer an der Wand lang

Passo Pordoi

18. Woche vom 27. September bis 3. Oktober 2021
Montag Morgen stehe ich noch immer auf dem Passo Pordoi. Es ist zwar recht kalt, aber nach wie vor schön. Vormittag ein Spaziergang, so würde ich das im Vergleich zu den sonstigen Touren nennen.Über das Refugio Fredarola die Gratwanderung zum Sass Ciapel. Das sind 300 Höhenmeter,nur kommen durch das stetige auf und ab weitere hinzu. Trotzdem eine eher entspannte Angelegenheit. Schon am Refugio ist der Ausblick atemberaubend und wird spätestens am Gipfel zu einem 360° Rundblick. Ringsum die Berggruppen der Dolomiten, egal ob Sellastock, Marmolada, Rosengarten oder Sassolungo. Genial.

     *Panorama Sass Ciapel

Später fahre ich runter nach Arraba, kaufe ein und mache Pause. Die Übernachtung in Pieve, ein kleiner Ort weiter östlich. Da sind die Restriktionen das Parken betreffend längst nicht so streng und stark kontrolliert wie in den touristischen Hochburgen. Tags darauf die letzte große Tour auf dieser Reise mit dem Rennrad. Ab Pieve um den Col di Lana herum, trauriger Schauplatz sinnloser Kämpfe im 1. Weltkrieg. Von der Straße auf der steilen Bergflanke hat man einen tollen Ausblick. Über Caprile biege ich zum Passo Giau ab. Der hat es mit einer Steigung von 8 bis 15% richtig in sich. Doch die Strecke ist schön und da ist fast kein Verkehr. Um die Passhöhe herum hat man eine Aussicht zum Niederknien. Genial. Ich rolle dann bis Cortina d’ Ampezzo, wende und trete den Rückweg über den Passo Falzarego an. Da sind auf 16 km noch einmal 900 Höhenmeter zu bezwingen, aber ich bin in Form und spule das Programm routiniert herunter. Abends fahre ich über Arraba und Corvara bis nach Stern. Am Mittwoch im Nieselregen Stück für Stück weiter nach Norden. Das Wetter wird jedoch im Laufe des Tages besser und bei der Ankunft in St. Lorenzen scheint wieder die Sonne. Ich bleibe auf dem Campingplatz Wildberg, der schon wegen seinem neuen Sanitärgebäude erwähnenswert ist. Wow, das hat schon fast den Luxus eines 4*Hotels. Großzügig, modern und mit Finesse.

Pieve

             Val Fedaia

             Passo Giau

       Cortina d’ Ampezzo

Donnerstag so was wie Entspannungsradeln, doch es wird trotzdem wieder eine 70 km Runde. Durch Bruneck das Tal entlang nach Osten. Es gibt Radwege, doch die sind nur bedingt geeignet. Viel auf und ab, auch mal kreuz und quer, abschnittsweise geschottert. Das macht mit dem Rennrad wenig Spaß. Hinter Welsberg biege ich nach Süden ab und erreiche so den Pragser Wildsee. An dessen Ufer steht sofort für mich fest: dieser Ausflug hat sich gelohnt. Herrlich das Setting vor den Bergen und die intensiven Farbtöne des Wassers. Rings um den See ist viel los, doch das kann ich problemlos ausblenden. Der Rückweg nach St. Lorenzen lieber auf der Hauptstraße. Leicht bergab kann ich häufig mit dem Tempo der Autos mithalten. Nach einem faul verbrachten Tag fahre ich am Sonnabend weiter. Bei einem Halt in Aicha ein Besuch der Festung Franzenfeste, doch die sagt mir wenig zu. Durch das nun schmale Tal quetschen sich Eisenbahn, Fernstraße und Autobahn nach Norden. Auf letzterer ist der Teufel los, also rolle ich lieber entspannt auf der SS12 nach Sterzing. Netter Ort, und die haben sogar den roten Teppich für mich ausgerollt ;-). Tags darauf fahre ich im Föhnsturm weiter nach Innsbruck und beende kurz darauf diese Reise in 2021. 

Pragser Wildsee

       traumhafte Idylle

               Sterzing

roter Teppich und Trachtenumzug, also volles Programm

Eine Fortsetzung folgt. Und die bereits in 2022.
Vorerst seht ihr von der aktuellen Reise alle Fotos und Berichte auf der Seite mit dem Button “2022”.
Erst im Nachhinein werde ich eine abschließend bearbeitete Version hier unter dem Kapitel Italien abspeichern.