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Neuseeland 2003/04 war die erste lange Reise und der Beginn meiner Backpacker Zeit. Ein dreiwöchiger Besuch des Landes im Jahr 2001 hatte mich so überwältigt das ich Job und Leben verändert habe, um der Leidenschaft des Reisens besser nachgehen zu können.
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Am 1.Oktober 2003 lande ich in Auckland.
Nebenan die Karte der beiden Inseln. Meine Route ist durch eine schwarze Linie gekennzeichnet, rote Punkte lokalisieren die Orte an denen ich übernachtet habe. Nach einer Schleife um die halbe Nordinsel herum setze ich am 18.November 2003 mit der Fähre zur Südinsel über. Nach einer ausführlichen Erkundung dieser kam ich am 27.Februar 2004 zurück auf den nördlichen Teil und bereiste das fehlende Stück bis Auckland.
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Die Reisebeschreibung spare ich mir hier mehr oder weniger. Lang und breit genug habe ich die Geschichte in einem Buch niedergeschrieben. 308 eng bedruckte Seiten, dazu 8 Seiten mit Farbfotos. Wer sich dafür interessiert kann das Buch bei mir bestellen. Preis: 14,95 €, der Versand im Normalfall inklusive.
Die Fotos habe ich mit einer analogen Spiegelreflexkamera geschossen. Für diese Seite habe ich sie eingescannt und komprimiert, was häufig leider einen Qualitätsverlust bedeutet
Als Einführung und kleiner Vorgeschmack ein Auszug aus dem Buch, wofür mir das Fazit der Reise am besten geeignet scheint:
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Ein Fazit Da sitze ich nun, genau einen Monat nach der Rückkehr aus Neuseeland. Genügend Zeit um ein wenig Atem zu holen und über das Gesehene und Erlebte nachzudenken. Folgende Zahlen und Fakten habe ich für alle Statistiker zusammengetragen: Diese sagenhafte Reise durch Neuseeland dauerte 179 Tage. Ich bin insgesamt 36.000 km geflogen, davon 60 km als Pilot einer “Cesna 152” und einmal nur den halben Weg, da mich der Fallschirm wieder auf den Erdboden brachte. Mit dem Auto fuhr ich 11.000 km durch das Land und legte geschätzt 2.000 km zu Fuß zurück, was mehr als der Nord - Süd - Ausdehnung von Neuseeland entspricht. Während der Reise war ich ungefähr 200 km mit dem Bus unterwegs, auf Schiffen und Fähren vielleicht 150 km und 50 km mit Hilfe des Kajaks. Dazu der Ritt im Schlauchboot einen wilden Fluss hinunter und 350 km auf so manch altem Mountainbike. Ich lief durch Wälder, über Weiden und Strände, auf Sanddünen und einem Gletscher, kletterte auf Berge, über Schneefelder und stundenlang durch dunkle Höhlen. Zum ersten Mal in meinem Leben besuchte ich Wale in ihrem natürlichen Umfeld, sah häufig und sehr nah unzählige Robben, Pinguine, Albatrosse, und viele andere Meeres- oder Landbewohner. 55 Hostels, von denen einige zu den besten der Welt gehören, boten mir Unterkunft, nicht zu vergessen die drei Farmen. Die Anzahl der Menschen zu schätzen mit denen ich mehr als ein paar Sätze gewechselt habe, scheint unmöglich. Selbst nur die Interessantesten unter ihnen machen bereits mehrere Dutzend aus. Ich fing die ersten “richtigen” Fische, sammelte Muscheln, genau so wie Austern, und habe einiges in der Küche dazugelernt. Ich sah einen nächtlichen Himmel, der so groß, hell und voller Sterne war, das mir der Mund vor Staunen offen blieb, wie bei manch dramatischen Auf- oder Untergang der Sonne. Das alles macht mich noch nicht zu einem, der Neuseeland wirklich kennt, denn dazu braucht es viel mehr Zeit. Auf Grund der vielen Erlebnisse kann ich jedoch einiges beurteilen: Neuseeland ist ein Paradies für Reisende, egal für was sich der Einzelne begeistert. Auch dieses Land hat Probleme und wie überall ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Mehrheitlich sind die Einheimischen eine Wucht, geprägt von einer natürlichen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die ich in Deutschland schon lange vermisse. Gerade in Filmen wie “Herr der Ringe”, “Das Piano” und “Whalerider”kommt die wilde Schönheit dieses Landes zum Ausdruck und zeigt, welche Outdoor-Möglichkeiten gegeben sind. Ich bin deswegen kein Wanderfanatiker geworden oder einer der wochenlang allein durch die Wildnis streift. Zugegeben war es ein Genuss, stundenlang staunend durch die Natur zu ziehen ohne einer Menschenseele zu begegnen. Demgegenüber war mir als Pendler zwischen den Welten wichtig, abends wieder im Hostel unter Leuten zu sein, oder in den großen Städten nächtelang ins brodelnde Leben der Clubs einzutauchen. Durch das halbe Jahr auf der anderen Seite der Erde ist bestimmt kein neuer Mensch aus mir geworden, auch wenn einige Ver- änderungen spürbar sind. Gelassenheit, innere Ruhe und eine vollkommen neue Sicht auf die Dinge des Alltags kann ich jetzt mein Eigen nennen. Nach einer Auszeit wie dieser wird man keinesfalls faul oder träge, sondern steht dichter am Leben dran. Sechs Monate fast ohne Fernsehgerät und Tageszeitung, damit ging der Anschluss an das aktuelle Weltgeschehen verloren, aber dadurch blieb mir manch negative oder unsinnige Nachricht erspart. Wer jetzt glaubt, das diese Reise satt machte, der irrt gewaltig. Ganz im Gegenteil, der Hunger diese Welt zu erkunden und erleben wurde noch viel größer. Als Nächstes werde ich mindestens für ein Jahr in der Schweiz arbeiten. Zum Einen , weil mir der Job im Hotel und auch das Land gut gefallen. Zum Anderen um für kommende Reiseziele Geld anzusparen. Man steht im Leben immer wieder vor einer Wahl, wobei philosophisch betrachtet jede Entscheidung FÜR etwas sich gleichzeitig GEGEN vieles andere richtet. Meine Entscheidung ist längst getroffen und ich verneige mich tief vor diesem Leben, welches mir diese Möglichkeiten bietet. Wahrscheinlich werden mich einige Verwandte und Freunde in diesen Zeilen kaum wiedererkennen. Mit Absicht sollen sie zum Nachdenken anregen. Die Witze, das Lachen und all die Kraft des Lebens bekommt ihr von mir ausreichend live geboten. Um vielleicht das, was ich aus dieser Zeit in Neuseeland mitnehme, in nur wenige Worte zu fassen, reicht der Text einer Postkarte, die am Kühlschrank der Farm in Blenheim hing: “Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören…”
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3. / 4. Woche vom 15. bis 21. / 22. bis 28. Oktober 2003
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Mount Maunganui bei Tauranga
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der Wai-O-Tapu Park bei Rotorua, farbenfroh und teilweise sehr geruchsintensiv
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7. Woche vom 12. bis 18. November 2003
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Cape Kidnappers, bei Napier, mit tausenden Tölpeln
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Weingut Te Mata
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Am frühen Morgen des 18. November setze ich per Fähre mit dem Auto auf die Südinsel über. Dort ging es dann mehr oder weniger im Uhrzeigersinn und meist in Küstennähe herum. Start- und Endpunkt war Picton. Details auf der Karte weiter oben.
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8. Woche vom 19. bis 26. November 2003
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9. Woche vom 27. November bis 2. Dezember 2003
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in Christchurch
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Halbinsel Banks
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10. Woche vom 3. bis 9. Dezember 2003
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Arthur’s Pass, der Wasserfall Devils Punchbowl
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12. Woche vom 17. bis 23. Dezember 2003
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13. Woche vom 24. bis 30. Dezember 2003
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Moeraki Boulder und ich
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Baldwin Street, Dunedin, 35%
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14. Woche vom 31. Dezember 2003 bis 6. Januar 2004
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Lake Te Anau, Beginn des Keppler Track. Ich bin ihn an einem wunderschönen Tag gelaufen, ungeplant komplett. Normalerweise braucht man drei Tage! Für mich waren es 56 unvergessliche Kilometer in 11 Stunden...
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15. Woche vom 7. bis 13. Januar 2004
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der Routeburn Track - unbestritten einer der schönsten Wanderwege
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des Landes, vor allem bei solchem Wetter
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die Kawarau Bridge, Geburtsort des Bungee Jumping
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17. Woche vom 21. bis 27. Januar 2004
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18. Woche vom 28. Januar bis 3. Februar 2004
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“meine” Cesna 152
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Blick von oben auf den Abel Tasman Park
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Sonnenaufgang in Hopewell
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Blick auf die Marlborough Sounds, vom Mt. Stokes aus noch genialer
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Es wird Zeit sich von der Südinsel zu verabschieden. Recht wehmütig nehme ich die Fähre zurück von Picton nach Wellington. Hinter mir liegen viele Erlebnisse, Abenteuer und die Begegnung mit interessanten Menschen. Vor mir liegt erneut die Nordinsel, deren Süden und Westen sich gerade von heftigen Überschwemmungen erholt. Der Schlamm und die vollen Flüsse sind noch zu sehen, aber auch die Aufräumungsarbeiten. Meine geplante Strecke muss allerdings mehrfach wegen gesperrten Strassen verändert werden. Wer den Weg auf der Karte nachverfolgen will: von Wellington aus ging es zuerst an der Westküste entlang, bevor ein Abstecher ins Zentrum führte, um danach an der Westküste entlang in Auckland den Kreis zu schließen.
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Picton
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die Wind-Wand in New Plymouth und ein abendlicher Fotoausflug am Zuckerhut
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der Tag am Mt. Egmont, Maunga Taranaki:
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mystisch, ein Aufstieg in Kälte, der bezwungene Gipfel und Eiskristalle wie Federn
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Tongariro Crossing in XL: Blick vom Mt. Ngauruhoe, der Rote Krater und die Emerald Lakes, ein Tag wie auf dem Mond, 49 fast baumlose Kilometer die sich tief einprägen
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24. Woche vom 10. bis 16. März 2004
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25. / 26. Woche vom 17. bis 23. / 24. bis 28. März 2004
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Am Sonntag, den 28.März 2004 lande ich in Frankfurt, wo mich überraschend zwei Freunde abholen. 179 Tage auf der anderen Seite der Erde haben mich verändert - definitiv. Die Schwerpunkte im Leben wurden neu gesetzt und viele Dinge auf dieser Welt erscheinen in einem neuen Licht. Neuseeland hat seinen festen Platz in meinen Erinnerungen - und in meinem Herz.
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