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Bikertreffen in Kuala Lumpur |
Kitsch-Rikscha in Melaka |
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Sultanpalast, Kuala Lumpur |
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Weihnachten bei 30 °C |
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die Twin Towers von Petronas |
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farbenfrohes Multi-kulti in Singapore |
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in Melaka |
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2. Woche vom 25. bis 31. Dezember 2008 |
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Samstag zurück nach Malaysia. Den kurzen Stopp in Kuala Lumpur bereue ich im Nachhinein. Im Hostel gab es Bettwanzen, die mich in nur einer Nacht heftig beißen. Ist ungefährlich, aber juckt mächtig und lange. Sonntag mit dem Bus in die nordöstlich gelegenen Cameron Highlands, zur Kolonialzeit Rückzugsgebiet für hitzegeplagte Engländer. Auf einer Höhe von 1.500 m sind die Abende kühl und die Nächte auch ohne Klimaanlage erholsam. Ringsum Regenwald durch den sich lange Pfade winden, und dazwischen schier endlose Teeplantagen. Ein angenehmer Aufenthalt, nur das Wetter spielt selten mit. Der Nordostmonsun drückt Wolken über die Berge und täglich jagt ab 14 Uhr ein heftiger Regenschauer den anderen. Das hält uns nicht davon ab eine tolle Sylvesterparty im Father’s Guesthouse zu feiern, einem Hostel das original ein Gotteshaus war und eigentlich noch ist. Der dazugehörige Erzbischof ist zur Zeit auch da, was mir als Atheist vielleicht sogar ein wenig göttlichen Segen beschert. |
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3. Woche vom 1. bis 7. Januar 2009 |
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4. Woche vom 8. bis 14. Januar 2009 |
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Dienstag mit dem Schiff nach Koh Phi Phi. Laut Reiseführer und anderen Reisenden eine DER Inseln hier. Na, das muss ich wohl etwas relativieren. Klar, die Insel ist hübsch, mehr aber auch nicht. Auf der Hafenseite ist das Wasser wohl wegen der vielen Schiffe schon grenzwertig. Auf der anderen Seite ein schöner Strand der jedoch bei Ebbe viele eckige Steine und auch Felsen entblößt. Dazu herrscht ein Hochbetrieb wie auf Mallorca, und die meisten Leute sind auch nur wegen der Strandpartys hier. Die steigen jeden Abend, sind aber vor allem Alkohol lastig. Zwei Tage spiele ich mit, dann reicht es mir. |
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Samstag mit dem Bus runter von der Halbinsel. Auf der Fahrt lerne ich den Deutschen Peter kennen. Dank gleichem Ziel steigen wir am Khao Sok Nationalpark aus. Der soll durch Regenwald und einen See bestechen. Ersteres können wir bald bestätigen, denn wir sehen im Dschungel eine Rafflesia, mit bis zu einem Meter Durchmesser die größte Blüte der Welt. Sonntag breche ich ohne Peter zu einer Zwei-Tagestour auf. Das Glück steht auf meiner Seite, denn die Gruppe besteht aus drei Engländerinnen und mir. Ich habe viel Spaß mit Michel, Tanya und Lindsay. Ganz nebenbei entpuppt sich unser einheimischer Tourführer als eine Mischung aus Crocodile Dundee und Indiana Jones. Wir fahren zum kleinen Hafen am See, steigen in ein Langboot und brausen eine Stunde übers Wasser. Der See ist riesig und nach steilen Felsen zu beiden Seiten entfaltet er sich in hunderte von kleinen Buchten. Das Ziel: schwimmende Hütten in einer abgeschiedenen Ecke. Volltreffer. Wir schlafen praktisch 50 cm über dem Wasser und von der schmalen “Bambus-Veranda” kann man gleich in den glasklaren See springen. Als Restprogramm: eine Höhlentour ohne Ausrüstung, bei der wir teils nur schwimmend vorwärts kommen, Dschungeltrekking mit Naturausbildung vom tollen Guide, sowie spät am Abend und sehr früh (6 Uhr) jeweils eine Bootsfahrt mit Tierbeobachtung. Geniale 48 Stunden. |
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Montag Abend treffe ich in Surat Thani wieder auf Peter. Gemeinsam mit dem Zug nach Bangkok. Der ist recht gut, nur das die Bremsen so ruckartig zupacken als hätten wir einen Auffahrunfall und die Schienen so schlecht sind das wir manchmal beinahe aus den Sitzen gehoben werden. Unter den Umständen wird die Fahrt im Nachtzug zu einer schlaflosen Geduldsprobe. Dienstag 6 Uhr morgens Ankunft in Bangkok. Bereits am ersten Tag ein großer Stadtbummel. Bangkok zeigt sich überraschend ruhig und brav, nichts zu sehen vom so gefürchteten Trubel. Selbst die Kao San Road ist tagsüber nur ein Abklatsch dessen was da in der Nacht abgeht. Wir sehen ringsum wunderschöne Tempel wie den Wat Pho. Nur die stickige Luft erscheint dreckig, was das Klima zeitweise recht unerträglich macht. Mittwoch fliegt Peter nach Kambodscha, ich bleibe noch zwei Tage länger in Bangkok |
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6. Woche vom 22. bis 28. Januar 2009 |
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Eindrücke von Bangkok, in und um Ko Ratanakosin, der “Vatikan” des Thai Buddhismus, dazu Wat Phra Kaeo sowie der eindrückliche Königspalast |
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Freitag ein harter Reisetag. 4 Uhr in Bangkok aufstehen und mit einem frühen Bus zur Grenze. 11 Uhr zu Fuß nach Kambodscha und rein in eine Scharr widerlich anhänglicher Taxiwerber. Die ersten Stunden im Land unangenehm, weil dauernd versucht wird einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Selbst die Regierung ist gut dabei, denn Visa Gebühren werden vor Ort festgelegt und eine Quittung über das Geld erhält keiner. Nachdem es uns auf buckligen Strassen stundenlang durchschüttelt wird es erst bei der Ankunft in Siam Reap besser. Im Bus lerne ich Becca aus New York kennen. Mit ihr teile ich dann ein gutes Hotelzimmer. Samstag stößt Peter zu uns, wir wechseln in ein schweizerisch geführtes Hostel und planen die nächsten Tage zu dritt. Kleine Kulinarik: wir begegnen zum ersten Mal vietnamesischem Kaffee. Vorsicht, der kann süchtig machen. Außerdem backen sie hier im Blue Pumpkin Cafe RICHTIGES Brot. Nach drei Monaten Reise mal wieder echtes, festes, wohlschmeckendes Brot. Das ist so lecker! Ansonsten: Meine Erwartung ist hoch, schließlich gilt Angkor Wat als Mutter aller Tempelanlagen. Allerdings ist das nur ein sehr kleiner Teil der ehemaligen antiken Großstadt mit der heutigen Bezeichnung Angkor. Die einzigen Gebäude darin aus Stein waren Tempel, deren Ruinen sich nun auf 200 km² verteilen. Drei Tagen lang stehen wir 4.30 Uhr auf, frühstücken und fahren mit dem Rad in die verschiedenen Tempelanlagen, bis wir am Nachmittag verstaubt und von der Sonne ausgedörrt unter die kühle Dusche flüchten. Der Hostel Besitzer Erik unterstützt mit Informationen, so das wir die Horden von Touristen umgehen Wir erleben tolle Sonnenaufgänge und spielen in abgelegenen Tempeln Indiana Jones. Langeweile ist chancenlos, kein Tempel ist wie der andere. Manche mehr oder weniger zerfallen, verschiedene Architektur und Baumaterialien. Dazu die unbeugsame Natur, die mit riesigen Bäumen und vor allem deren Wurzeln mitten durch oder über die Bauten wachsen. Ein Traum. Fitter als meine zwei Gefährten, lege ich Sonderschichten ein und erlebe unter anderem wie sich fast 3.000 Touristen auf dem Phnom Bakheng drängen um den Sonnenuntergang zu bewundern. Mittwoch fahren wir dann zu dritt mit dem Bus nach Battambang. |
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7. Woche vom 29. Januar bis 4. Februar 2009 |
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Freitag mit dem Bus die Hauptstadt Phnom Phen. Ein Beispiel dafür wie laut und dreckig eine Großstadt sein kann. Bürgersteige selten, und wenn, zugeparkt. KEIN öffentlicher Nahverkehr, ein Unding für die Millionenstadt. So fahren tausende von Mopeds, die alle ihre eigenen Verkehrsregeln kreieren. Überall Müll, der bei 30 °C seine ganz eigene Duftnote entwickelt. Samstag sehen wir uns die “Killing Fields” und das berüchtigte S-21, ein politisches Gefängnis aus der Pol Pot Zeit, an. Unvorstellbar welche Gräueltaten hier in den 70ger Jahren stattfanden. Noch unvorstellbarer das die Welt aus politischen Gründen ganze 20 Jahre weg schaute und den Verantwortlichen so noch viele Jahre sorgenfreies Leben bescherte. Da kann sich die UNO ordentlich auf die Schulter klopfen :-(. Sonntag die schönen Seiten der Stadt mit Nationalmuseum, Königspalast und Silberne Pagode. Unsere Truppe löst sich danach auf. Peter fliegt nach Bangkok und Becca macht sich auf nach Singapur. Komisches Gefühl nach zwei Wochen wieder allein unterwegs zu sein. Für eine Pause fahre ich an die Strände von Sihanoukville. Sonnen, baden und Party. Das gezapftes Bier für 0,20 €, Gin Tonic oder Bacardi Cola 0,80 €. Weitere Erklärung überflüssig. Mit dem Motorroller kann ich den Massen am Hauptstrand samt andauernd werbender Verkäufer entgehen und genieße schöne Zeiten am Otres Beach. |
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8. Woche vom 5. bis 11. Februar 2009 |
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Markt in Chao Doc |
schwimmender Markt im Mekong Delta, mit guter Auswahl, das |
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Architektur in Can Tho |
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Verkaufsangebot an den Mast gebunden |
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auch Boote haben Gesichter |
Transport im Delta |
mit dem Boot durchs Delta |
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Mittwoch nach Ho Chi Minh Stadt oder, wie es viele immer noch bezeichnen: Saigon. Die Stadt kaum aufregend, vielleicht habe ich aber auch schon zu viele asiatische Großstädte gesehen. Die Einwohner fahren inzwischen mehrheitlich ein kleines Motorrad und das Fahrrad ist eher ein Symbol für Armut. Der dichte Verkehr sorgt für Dauerstau, Busse quälen sich noch langsamer als die Zweiräder durch die Engstellen. Für Fußgänger ist ein Überqueren gleichzusetzen mit dem Teilen des Roten Meeres. Für die Furchtlosen: Auf eine kleine Lücke im Verkehr warten und dann langsam aber bestimmt loslaufen. Klappt zu 99,99 % :-). |
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mein Hightech MTB im Delta |
Tempel Cao Dai |
Caodaisten beim Beten |
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drei Farben als Symbol des Einflusses der verschiedenen Religionen |
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Tunnel der Vietcong nebst Eingang |
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Verkehr in Saigon |
ein viel benutzter Klassiker |
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Freitag nehme ich den ersten Teil meines Open Bus Tickets in Anspruch. Das bindet mich an eine Busfirma, aber die Strecke bis Hanoi kann wie gewünscht gestückelt werden und für die 1.700 km zahle ich nur 437.000 Dong, knapp über 20€. Auf geht es ins zentrale Hochland nach Da Lat. Auf der Höhe von 1.400 m herrschen erträgliche Temperaturen, zum ersten Mal dieses Jahr brauche ich abends sogar lange Sachen. Die Gegend ist schön, mit Seen, Wasserfällen und Vulkangipfeln. Einzig das Wetter ist ungewöhnlich: es regnet täglich, dabei gilt der Februar als der trockenste Monat hier. Das hält mich nicht von zwei Ausflügen mit dem Rad ab, auch wenn es mich manchmal einweicht. Ziele: Lang Bian Mountain, schöne Kiefernwälder und Ausblick auf die Gegend. Bao Dai Palace nebst Bahnhof Cremaillere. Der sehr schöne Linh Phuoc Tempel und unspektakulär: Cam Ly Wasserfall. Zu guter letzt zum Hang Nga, verrückten Haus. Das unkonventionelle Gebäude ohne rechte Winkel ist eine Art Märchenschloss, abenteuerlich und richtig cool. Ich treffe sogar die Architektin, eine Tochter von Truong Chinh, Landesvater wie Ho Chi Minh. |
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Es ist nun nötig das Reisetempo zu erhöhen, sonst geht mir, wenn es auch unglaublich erscheint, die Zeit aus. Montag sind es nur 130 km aus den Bergen hinunter nach Nha Trang am Meer. Schnell gilt festzustellen: geniale Strände und wenig Touristen. Schade, bei mehr Zeit wären die umliegenden Berge und Inseln drin gewesen. Schon Dienstag Abend mit dem Nachtbus ganze 500 km weiter nach Hoi An. Die Altstadt mit Gebäuden noch aus Kolonialzeiten besticht mit Charme und Elleganz. Es macht mir Spaß durch die Gassen und Märkte zu streifen. Nachts sieht man überall Laternen, ein Produkt für das Hoi An sehr bekannt ist. |
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10. Woche vom 19. bis 25. Februar 2009 |
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Was sich in Hue schon angedeutet hat, wird bald zur traurigen Realität. Mit dem Wechsel in den nördlichen Landesteil ändert sich neben dem Wetter, nun viele Wolken und manch grauer Tag, auch das Verhalten der Leute. Mir wird klar warum mancher von Vietnam so enttäuscht ist. Nach dem überaus angenehmen und entspannten Süden sind die Leute hier häufig unfreundlich und auf unangenehme Weise nur hinter dem Geld her. Bei Touren wird viel versprochen, was dann mit fadenscheinigen Gründen zusammengestrichen wird. Auf die Erfahrung hätte ich gern verzichtet. Zur Reise. Samstag Abend in den Nachtbus steigen. Der braucht für die 650 km bis Hanoi ganze 14 Stunden. Die Stadt hat von Anfang an schlechte Karten. Nieselregen, alles grau in grau, die Unterkünfte nicht besonders und vieles um einiges teurer als im Rest des Landes. Ich bleibe nur eine Nacht und sehe außer dem Mausoleum von Ho Chi Minh noch manch andere Sehenswürdigkeit aus dem grauen Nebel auftauchen. |
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Trotz vieler Werbung überall entscheide ich mich gegen eine geführte Tour in die Halong Bay, zu viele Storys von enttäuschten Leuten, und reise unabhängig. Die in einer Buchhandlung erstandenen Karten helfen bei der Organisation. Montag nach Halong City und dort im sehr chaotischen Hafen eine Fähre zur Insel Cat Ba finden. Bei der Überfahrt zeigt sich trotz stark bewölktem Himmel die einzigartige Landschaft der Bucht, wo hunderte von Kalksteinfelsen senkrecht aus dem Wasser empor ragen. Genial. Auf Cat Ba finde ich ein gutes Hotel mit Blick über die Bucht. Dienstag mit einem Rad die Insel erkunden. Schöne Ausblicke und eine interessante Sicht auf das Leben hier welches fast nur auf dem Wasser statt findet. Mittwoch doch eine Schiffsrundfahrt mit Übernachtung. Schön, abgesehen von vielen Diskussionen mit wechselnden Reiseführern. Erneut gilt, das man nur 80 % der vorher vereinbarten Leistungen bekommt. Egal, ich kann das verdrängen und die Landschaft genießen. Die Fahrt auf der alten Holzdschunke ist cool und wir besuchen einige Höhlen. Die sind kitschig beleuchtet, aber trotzdem sehr eindrücklich. |
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11. Woche vom 26. Februar bis 4. März 2009 |
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Donnerstag Abend mit dem Nachtzug in die Berge nach Sapa, kurz vor der Grenze zu China. Die bequemen Touristenzüge sind schon alle ausgebucht, aber ich will eh einen Hartsitzplatz. Der kostet nur ein Drittel, ist jedoch zugegebenermaßen unbequem. Die Holzbank ist zu niedrig und ich weis nicht wohin mit den Beinen. Die anwesenden Vietnamesen schauen recht verdutzt, sie sehen wohl nur selten Touristen in diesem Zug. Das wiederum zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht, Abenteuer nennt sich sowas In Lao Cai, der Endstation des Zuges, ein weiteres Kapitel Nordvietnam. Die ersten Minibusfahrer verlangen für die 38 km nach Sapa das 8fache vom normalen Preis! Ich habe Hausaufgaben gemacht und weiß was zu verhandeln ist, doch erneut stört die Aggressivität der Leute. Sapa? Hübsch, wenn man die Umgebung mal aus dem Nebel auftauchen sieht. Verträumte Dörfer an riesigen Reisterrassen und bis zu 3.100 m hohe Berge rund um den Fansipan. Die Temperatur auf 1.400 m erträglich. Freitag sehr entspannt durch Sapa wandern. Samstag mit einem Motorrad die weitere Umgebung mit seinen schönen Dörfern erkunden Sonntag mit einer Gruppe nach Bac Ha, dem berühmten Wochenmarkt hier. So was habe ich auch noch nicht gesehen. Äußerst farbenfroh tragen die Leute ihre Trachten, handeln alles was man braucht und nicht braucht um hier zu überleben. |
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Montag die Abreise aus Sapa. Nachdem wir uns seit Hanoi immer wieder über den Weg gelaufen sind bin ich nun mit drei Polen unterwegs, Pjotr, Maui und Cami. Wir sind ein tolles Team und finden unseren Weg durch die Berge. Drei Tage lang Bus fahren in Folge. Zuerst nach Dien Bien Phu, noch in Vietnam. Dienstag über die Grenze nach Laos. Der Grenzposten im Niemandsland lässt sich Zeit. Weder auf der einen noch auf der anderen Seite gibt es viel zu tun und die nächste “Stadt” ist jeweils drei Busstunden entfernt. Die Strasse in Laos ein holpriger und sehr staubiger Feldweg durch die Berge. Wenn uns ein Fahrzeug entgegen kommt, was häufig geschieht weil wir auf die Privatrallye Singapur - Macau treffen, müssen wir halten weil die Sicht wegen dem Staub für einige Zeit gegen Null geht. Wir sehen nach der Fahrt auch entsprechend aus. Gegen Mittag vor Muang Kuah. Die Strasse endet hier und kleine Boote bringen uns über den Fluss ins Dorf. Immerhin schaffen wir es noch am selben Tag bis Muang Xay, eine Provinzhauptstadt im Norden von Laos. Dort trennen sich die Wege der Gruppe und ich bin wieder solo unterwegs, doch komme gleich mit einem Paar aus Kanada überein. Unser gemeinsames Ziel am Mittwoch: Luang Nam Tha im äußersten Nordwesten von Laos, nahe der Grenze zu Thailand wie auch zu China. Gleich ums Eck: der Nam Ha Nationalpark. |
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Laos ist bisher das entspannteste Land in ganz Asien. Manchmal könnte man davon sprechen das die Leute fast schon als faul gelten, aber eben nur manchmal. Ansonsten sind sie auf eine natürliche Art und Weise freundlich. Inzwischen gehe ich mit der 7., eigentlich 8., Währung auf der Reise um. Nepalesische Rupie (Verhältnis €:Rupie 1:100), Singapurdollar (1:2), malaysischer Ringit (1:5), thailändischem Baht (1:47), kambodschanischer Riel (1:6.000 oder in US$), vietnamesischer Dong (1:22.000, war nach jedem ATM Besuch Millionär), laotischer Kip (1:12.000, Millionär bin ich nur selten, der Bankautomat rückt mit einem Mal nur 700.000 Kip, 60 €, heraus). Die Reise passt sich der Geschwindigkeit im Land an. Bei den schlechten Strassen und alten Bussen gelingen meist nur 30 Kilometer die Stunde. Mit den Pausen wird so eine 200 km Strecke zur Tagesreise. Montag mit dem Bus nach Nongkhiaw. Wir bleiben eine Nacht, dann mit dem Boot auf dem Nam Ou hinauf nach Muong Ngoi Neua. Ohne Straßenanschluss ein idealer Rückzugsort. Schon die Fahrt auf dem Fluss wie ein Stück aus dem Film: “Apokalypse Now”. In dem Dorf Nongkhiaw bewohne ich für 3 € die Nacht einen kleinen Bungalow mit eigener Terrasse und Blick auf den Fluss. Mit neuen Reisekollegen aus Kanada und Belgien lasse ich es mir gut gehen. Zum Beispiel bringt uns ein Boot flussaufwärts und auf Reifen treiben wir durch unberührten Dschungel zum Dorf zurück. Mittwoch wandern wir durch Dörfer und sehen einige Höhlen. |
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Luang Prabang ist eine schöne Stadt, leider ziemlich touristisch mit schicken Cafes und nur noch wenigen bezahlbaren Betten. Dazu machen die Farmer der Gegend vielen einen Strich durch die Rechnung. Ihre Brandrodung sorgt zusammen mit der Hitze für einen dicken grauen Schleier in der Luft. Manchmal regnet es sogar etwas Asche. Montag ein Ausflug per Rad zum 30 km entfernten Kuang Si Wasserfall. Der ist überwältigend, wohl einer der schönsten im ganzen Land. Mit Glück hab ich einen der eiskalten Pools zwischen Felsen und Palmen ohne Touristen ganz für mich allein, traumhaft romantisch. Dienstag weiter nach Vangvieng, eine Touristenmetropole der besonderen Art. Ein Fluss durchschneidet die herrliche Karstlandschaft mit senkrechten Kalksteinfelsen und Höhlen ohne Ende. Leider machen viele hier nur Tubbing, sprich sie schwimmen auf großen Reifen ein Stück den Fluss herunter. Dabei gilt vor allem sich an einer der vielen Bars mit Schwingseilen und Spaß-Rutschen sinnlos zu besaufen. Teile dieser Gruppen ziehen dann abends sturzbetrunken und halb nackt durch Vangvieng, was für ein Abbild der doch hoch gelobten westlichen Kultur. Möchte gar nicht wissen was die Einheimischen deshalb über uns denken. |
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Samstag mit einem sehr frühen Bus nach Vientiane, Hauptstadt von Laos. Das ist die mit Abstand ruhigste, entspannteste und “niedlichste” Hauptstadt überhaupt. Meist ein Verkehrsaufkommen wie in einer Kleinstadt, nur wenige Gebäude höher als drei Stockwerken und alles ganz easy. Der Stadtrundgang durch das Zentrum ist schnell beendet. Ganz nett ist der Patuxai, eine Art Triumphbogen, so wie die Goldene Stupa Pha That Luang, die als Heiligtum des Landes auf jedem Geldschein abgebildet ist. Sonntag Abend auf nach Pakse. Ich will noch mal in die Berge, denn im Tiefland nähern wir uns Tagestemperaturen von 40 °C, unangenehm für mich. An der Busstation etwas außerhalb wartet dann DIE Überraschung. Nach all den alten, klapprigen und zusammengeflickten Bussen gibt es diesmal ein nagelneues Luxusgefährt. Bunt bemalt erwarten mich bequeme Liegeflächen nebst jeglichem Service ähnlich dem in einem Flugzeug. Derart verwöhnt schwebe ich in der ersten Etage knapp unter den Straßenlaternen die 700 km lange Strecke entlang. Im Vergleich zu vielen anderen Fahrten wird es eine sehr erholsame Nacht. |
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Montag ein Bummel durch Pakse, die Stadt hat immerhin ein paar schöne Ecken und liegt am hier schon sehr breiten Mekong. Nebenbei Informationen für das Abenteuer der nächsten Tage sammeln. Tags darauf leihe ich mir eine kleine Honda, 125 cm³, aus und wage einen ersten Ausritt damit. Vom anfänglichen Asphalt sind bald nur noch breite Feldwege übrig. Bei Champasak liegen die interessanten Ruinen vom Hindutempel Vat Phou nebst einem Museum. Weil das mit dem Motorrad gut funktioniert breche ich am Mittwoch mit reduziertem Gepäck ins Bolavenplateau auf. Die Strecke schlängelt sich von Pakse unmerklich auf 1.200 m Höhe hinauf. Am Weg ein paar schöne Dörfer und einige Wasserfälle. Übernachtet wird am schönen Tad Lo Wasserfall. |
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15. Woche vom 26. März bis 1. April 2009 |
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Montag kann mich auch ein platter Reifen nicht aufhalten. Der ist schnell in einem Dorf repariert. Weiter zu den 4.000 Inseln, kurz vor der Grenze zu Kambodscha. Der hier meist gemächlich dahin fließende Mekong hat mit Schwemmsand über die Jahre ungefähr 4.000 Inseln jeglicher Größe geschaffen. Herrlich. Zuerst besuche ich den Khone Phapheng, auch Mekong Wasserfall genannt. Da geht die Post ab, und das sogar bei der jetzigen Trockenzeit. Diese Fälle sind das einzige Hindernis um den Fluss weiter nach Norden schiffbar zu machen. Wieder ein Stück rauf nach Norden, das Motorrad bei einem Restaurant abparken und mit einem Boot auf die Insel Don Det übersetzen. Dort existieren keine Strassen und alles geht einen sehr gemächlichen Gang. Spazieren, baden, abmatten (wir sind wieder bei 40°C), das ist alles. Dienstag Nachmittag zurück auf das Festland und mit der Honda nach Pakse. Kaum zu glauben, aber auf ihr bin ich in acht Tagen über 1.000 km durch das Hinterland von Laos gereist. Ein tolles Abenteuer. Das Motorrad hat mich gerade mal 5 € Miete am Tag gekostet und Benzin war Spott billig. Meine Zeit in Laos ist damit um. Am Mittwoch mit lokalem Transport über die Grenze hinein nach Thailand. Schon gegen Mittag erreiche ich Ubon. Auf Grund fehlender Busverbindungen gelingt die Weiterreise mit einem Liegeplatz im Nachtzug nach Ayutthaya. |
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16. und letzte Woche vom 2. bis 7. April 2009 |
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Freitag nach Bangkok, wo ich mir zum Abschluss was gönne. Das sehr saubere Doppelzimmer mit Klima, TV, Kühlschrank und King Size Bett für 16 € die Nacht. Vor allem die Klimaanlage ist wichtig, sonst komme ich in bei der Hitze in der Stadt zu keinem erholsamen Schlaf. Durch Zufall treffe ich Reisebekannte und gehe ein wenig shoppen. Der Chatuchak Markt bietet als größter Markt des Landes seine Waren auf 10.000 Ständen feil. Samstag stürze ich mich in dieses Gewimmel. Nachmittag als Kontrast das schöne Jim Thompson Haus. Sonntag für einen Tag ins nahe Samut Prakang. Dort sind im Mueang Boran Teile des Landes nachgebaut. Ich erwarte wenig, etwa Miniworld oder so was. Weit gefehlt. Im wohl größten Freilandmuseum der Welt wurden im Maßstab 1:5 bis 1:20 Tempelruinen nachgebaut, stehen Paläste die gar nicht mehr existieren und neben viel Erläuterung sind alte Dörfer und Architekturbeispiele in einen schönen Park eingebunden. In all dem kann man problemlos herum laufen. Irre. Für die 15 km Rundweg brauche ich eines der kostenlos angebotenen Räder und habe einige vergnügliche Stunden. Montag heißt es dann final packen und sich gedanklich von Südostasien verabschieden. Tags darauf mit dem Flieger nach Deutschland |
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Ein Schlusswort |